Ibsen-Museum: Die Ausstellungen

Für Besucher ist die Ausstellung bis zum Juni 2016 nicht zugänglich. Ersatzweise gibt es vom 1.7. bis 16.8.2015 eine vorübergehende Ausstellung in der Storgaten 3. Siehe Öffnungszeiten/Preise.

 

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In der Henrik Ibsens gate liegt das Café Ibsen und genau gegenüber das Ibsen-Haus; das alte, weiß bemalte Ibsen-Museum in Grimstad. Die Straße besteht aus Pflastersteinen und im Garten vor dem Museum stehen die Ibsen-Büste von Gustav Vigeland sowie der alte Magnolienbaum. Es kann eine gute Idee sein ins Museum hinein zu gehen, auch wenn Sie nur Bescheid sagen wollen, wie schief das alte Haus geworden ist.

Hinter den Glastüren befindet sich der alte Hofeingang. Hier ist es dunkel und eng, aber dafür können Sie die alten Löscheimer, die an der Wand hängen, betrachten. Hoffen wir, dass kein Brand ausbricht. Die erste Tür nach links führt zum Museumsladen, wo Sie Eintrittskarten, Bücher und dergleichen kaufen können. Hier hängen Auszüge aus Ibsens Gedicht „Terje Vigen”.

Apoteket på Ibsen-museet i Grimstad viser gjenstander fra 1840-tallets apotek. Her er oppskriftsbok for tilbereding av medisin, pillebrett og gamle resepter plassert bak den samme disken Henrik Ibsen arbeidet bak som apotekerlærling i årene 1847-1850.
På Ibsen-museet i Grimstad kan du oppleve det originale apoteket hvor Henrik Ibsen arbeidet som apotekerlærling. Foto: Simen Samuelsen.

Der Fremdenführer begleitet Sie durch den Teil des Hauses, in dem Ibsen von 1847 bis 1850 lebte und arbeitete. In der Küche werden eine Menge Haushaltsgegenstände ausgestellt. Unterwäsche hängt hier zum Trocknen, obwohl hier schon seit geraumer Zeit niemand mehr gewohnt hat. Im nächsten Raum befindet sich ein Modell, das die Stadt im Jahre 1848 zeigt. So zu sagen, hat das gesamte alte Grimstad seinen Platz unter der Vitrine gefunden.

Die Apotheke mit ihrer Offizin (Arbeitsraum) ist gut bewahrt geblieben. Es gibt Krüge aus Holz, Glas und Porzellan. Die Fremdenführer holen aus den Schubläden alte Kräuter hervor. Und wenn Sie höflich sein wollen, sagen Sie „Takk“ (Danke) und kosten vorsichtig. Gleich neben der Offizin befindet sich die Wachstube, wo der Apothekergehilfe Ibsen seinen Aufenthaltsraum hatte. Hierbei handelt es sich um ein einfach eingerichtetes Zimmer und es ist derselbe Raum, in dem Ibsen „Catilina” schrieb.

Oben in der 2. Etage ist es geräumiger. Hier werden einige von Ibsens Gegenständen ausgestellt. Hinter einer Vitrine liegt eine Haarprobe. Ein Frisörmeister aus Kristiania (früherer Name Oslos) schickte Ibsens Haare nach Grimstad – für ein Museum ist schließlich das meiste von Interesse. In einer anderen Vitrine sind Ibsens Hut, Mantel, Regenschirm und Schuhe zu sehen: fehlt nur noch Ibsen persönlich. Eine Puppe steht allerdings gleich daneben, sie soll Ibsen als 15-Jährigen darstellen.

Auf den Computern in dieser Etage gibt es Filme und verschiedene, vertonte Ibsen-Gedichte. Und warum nicht Helge Jordal den gesamten „Terje Vigen” rezitieren lassen? In demselben Zimmer werden Erstausgaben von Ibsens Bücher ausgestellt. Es muss schon lange her sein, als diese das letzte Mal gelesen wurden. Unten im Museumsladen gibt es die gleichen Bücher in neueren Ausgaben. Wie wäre es nach dem Museumsbesuch, Ibsen im modernen Sprachgewand zu lesen?