Die Geschichte von den Museen der Stadt Grimstad (Grimstad bys museer)

Im Jahre 1916 wurden das Ibsenhaus (Ibsenhuset) und Grimstads Stadtmuseum (Grimstad bymuseum) nach mehreren Jahren der Vorbereitung offiziell eröffnet. Die Initiative beruhte auf freiwilligem Einsatz der lokalen Bevölkerung. Die Apotheke, in der Henrik Ibsen in der Zeit von 1847-50 gearbeitet hatte, wurde als Ibsen-Museum eingerichtet. Das Stadtmuseum bekam seinen Platz in der zweiten Etage. Mehrere Menschen hatten sich dafür engagiert. Der Kämmerer Karl O. Knutson muss hier besonders hervorgehoben werden. Er war es auch, der das Museum zwischen den Weltkriegen leitete.

Grimstad by, med sine hvite trehus, ligger idyllisk til ved sjøkanten. Her har det vært museum i snart 100 år.
Grimstad by, med sine hvite trehus, ligger idyllisk til ved sjøkanten. Her har det vært museum i snart 100 år. Foto: Simen Samuelsen.

In den 50er Jahren und danach gab es immer noch keine Festangestellten im Museum. Wenn jedoch Geld und Zeit ausreichten, wurde einiges unternommen. Lisen Ugland Bergshaven war die treibende Kraft zu dieser Zeit. Das Museum war u.a. beim Wiederaufbau des Reimanngården, wo Ibsen in den ersten drei Jahren seiner Zeit in Grimstad Apothekerlehrling war, involviert.

In den 80er Jahren versuchte man eine Person zu finden, die eine Festanstellung antreten könnte. Mit dem Schifffahrtshistoriker aus Grimstad Jarle G. Bjørklund fand man schließlich eine Person, die das Museum durch die 90er Jahre leitete. In Zusammenarbeit mit der Firma Bergshav AS in Hasseldalen wurde ein kleines Schifffahrtsmuseum mit vielen Gegenständen aus der Zeit der Segelschiffe gegründet. Vorübergehend wurden Leute eingestellt, die für die Registrierung und Erkennung der Museumsgegenstände verantwortlich waren. 

Zur Jahrtausendwende übernahm Rolf Erik Nilsen die Leitung des Museums. Die Museumsreform stand vor der Tür und dies endete damit, dass die Museen in Grimstad unter einer Verwaltung zusammengefasst wurden. Das Norwegische Gartenbaumuseum (Norsk hagebruksmuseum) – 1992 gegründet – wurde im Unternehmen mit eingegliedert. Sowohl beim Gartenbaumuseum als auch bei den Museen der Stadt wuchsen die Aktivitäten, vor allem auf Seiten der Veranstaltungen. Das Museum bekam zudem die führende Leitung für das Engagement Grimstad – dikternes by (Grimstad – Stadt der Dichter). Hier wird mit der Vermittlung von Literatur gearbeitet, wobei das Hauptaugenmerk auf die zwei internationalen Größen aus Grimstad – Henrik Ibsen und Knut Hamsun – fällt.

Im Jahre 2007 bekam das Museum einen neuen Namen: Grimstad bys museer (Die Museen der Stadt Grimstad). Als neue Leitung wurde Anita Estensen eingestellt und dazu drei Festangestellte.

Seit dem 01.01.2015 steht das Museum unter der neuen Gesellschaft Aust-Agder Museum und Archiv IKS zusammen mit AAKS und dem Setesdals-Museum.

Das Museum besteht aus mehreren Sammlungen, die sich auf die Stadt und Ibsen sowie auf das Schifffahrtsmuseum und dem Gartenbaumuseum beziehen. Zudem besitzt das Museum eine Sammlung mit alten Ackerbaugeräten und Wägen (Birger Beislands Sammlung).